Sexismusdebatte? Nein, danke!

„Dornröschen, wach auf!“ würde ich am liebsten schreiben und schreien. Der Segelflugprinz hat dich schon längst geküsst, aber du denkst gar nicht daran, dich auf dem Flugplatz blicken zu lassen. Es ist jetzt gute zwei Wochen her, dass ich diesen Blog gestartet habe und anfangs hatte ich einige Bedenken, ob er nicht vielleicht zu einer Sexismusdebatte führen könnte. Hier nun die Zwischenbilanz und meine daraus hergeleitete Schlussfolgerung zum Frauensegelflug:

Nachdem ich meinen Blog in der Facebook-Gruppe Segelfliegen gepostet hatte, wurde ich zu meiner Freude und Überraschung erst mal mit Likes „erschlagen“… Vielen Dank für diesen Zuspruch und die vielen netten Kommentare, Nachrichten und Freundschaftsanfragen.

2016-06-03

Post in der Gruppe Segelfliegen am 31. Mai

6750 Hits hat die Seite zum Zeitpunkt dieser Satzentstehung. WOW! Damit hätte ich niemals gerechnet. Dafür sieht mein Twitter-Account recht mau aus. Nur sieben Follower… aber dafür ist immerhin Philipp Rösler dabei, den zähle ich 10-fach 😉

Screenshot_2016-06-07-18-26-42

Die meistbesuchten Seiten sind meine Außenlandung und das Hintern versohlen (das finde ich besonders lustig!!!). Im Ernst?! Das interessiert euch am meisten?! 🙂 Nun gut, vielleicht haben mehrere Frauen und Männer mit diesem Ritual zu kämpfen und in sozialen Netzwerken lese ich oft, dass diese Tradition abgeschafft werden sollte. Vielleicht hilft meine Seite einigen Lesern, das Ganze nicht zu ernst zu nehmen.

Dass allerdings meine Seite Außenlandung so viele Hits hat, freut mich auch. Das liegt auch sicherlich daran, dass ich heute überraschenderweise von streckenflug.at verlinkt wurde. Das zeigt mir aber auch das Interesse an solch gefährlichen und brisanten Themen. Ich habe mich schon länger gefragt, warum viele nach dem Scheinerwerb nichts mehr machen. Schließlich macht man den Schein, um zu fliegen. Möglicherweise gibt es da eine gewisse Scheu vor dem Streckenflug, da Außenlandungen doch sehr unangenehm sind. Ein Facebook-Nutzer hat mir sogar geschrieben, es gäbe in Österreicht nur 8 Frauen, die überland fliegen. Und genau in diesem Moment habe ich meine neue Herausforderung gefunden, deren Fortschritte ich hier auch schrittweise veröffentlichen möchte. Als blutige Anfängerin werde ich vermutlich viele Fehler für euch machen, damit ihr daraus lernen könnt 😉 Ich gehöre zum Glück nicht zu den Menschen, die sich von Rückschlägen entmutigen lassen und hoffe, dass euch meine Erfahrungen auch zum Streckenflug motivieren.

Zu guter Letzt mein Fazit:

Brauchen wir wirklich eine Frauensegelflug-Seite?!

Nach all den positiven Zusprüchen (vor allem von Männern), ist die Seite wohl schon längst überfällig gewesen und trifft wohl auch den Nerv der Zeit. Jeder ist sich einig: Wir haben zu wenige Frauen auf deutschen Flugplätzen. Ich habe natürlich auch Theorien dazu, warum das so sein könnte, möchte mich aber erst in einem künftigen Blogbeitrag dazu äußern. Sicher ist: wir sind willkommen! Ich habe es getestet und ausprobiert auch mit dem Risiko, eine Sexismusdebatte auszulösen und die ganze Seite direkt wieder einzustampfen. Die Debatte kam allerdings nicht! Von allen Kommentaren und persönlichen Nachrichten war keine einzige negativ. Die Zeiten, in denen wir für Gleichberechtigung hart kämpfen mussten, sind so langsam ausgeklungen. Vielleicht sind wir nach diesen Strapazen der letzten Jahrzehnte in einen Dornröschenschlaf verfallen und haben keine Kraft mehr, uns selbst zu erwecken. Jetzt liegt es aber an uns Frauen, diese neuen Chancen zu nutzen und möglicherweise die schönsten Erfahrungen unseres Lebens über den Wolken zu sammeln.

Übrigens schrieb mir ein anderer Facebook-Nutzer, er würde das Segelfliegen so gleichberechtigt finden, da es kaum einen anderen Sport gäbe, wo Frauen und Männer sich so direkt messen könnten. Nun, wenn man davon absieht, dass Männer sich sicherlich viel lieber messen als Frauen, dann finde ich diese Idee sogar sehr interessant! 😉


 

2 Gedanken zu “Sexismusdebatte? Nein, danke!

  1. Timo schreibt:

    Zunächst mal danke für den Blog.
    Ich finde nicht, dass man das „Hintern versohlen“ abschaffen sollte.
    Es ist eben Tradition/Brauchtum. (Über Definitionen kann man streiten).
    Vor allem wenn in einem anderen Artikel vor den „Gefahren“ einer Sonderstellung für Frauen „gewarnt“ wird, sollte diese an einer anderen Stelle nicht reklamiert werden.
    Bei uns gibt es keine Unterschiede, allerdings wird bei den Frauen natürlich nicht wirklich fest geschlagen.
    Mag sein, dass eine Frau einen anderen Zugang zu der Thematik hat. Hier bin ich offen für Argumente.
    MFG
    Timo
    EDKH

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