Fahrwerk einfahren

Das Fahrwerk eines Segelflugzeugs ermöglicht ihm das Rollen auf dem Boden. Es besteht also aus einem oder mehreren Rädern, eventuell einer Bremse und einer Aufhängung. Da es nicht zum Auftrieb beiträgt, stört das Fahrwerk in der Luft die Aerodynamik. Daher ist es in vielen Segelflugzeugen (vor allem in den neueren) einfahrbar. Und hier fängt das Dilemma an…

Ein durchschnittlicher Mann braucht dafür nur eine Hand. Und da Segelflugzeuge eigentlich ergonomisch auf Männer zugeschnitten sind, hat sich nie jemand Gedanken darüber gemacht, ob eine durchschnittliche Frau das auch schaffen könnte. Man muss dafür natürlich nicht sonderlich intelligent sein, der Hebel ist klar gekennzeichnet. Dieses Ding ist allerdings unnötigerweise so schwer, dass man dafür vorwiegend Muskeln braucht! Insbesondere den Bizeps. Bei allem Training mit Langhanteln im Fitnessstudio – ich schaffe es ums Verrecken nicht, das Fahrwerk in unserem Astir CS mit einer Hand einzufahren. Also habe ich zwei Alternativen entwickelt:

Zero-G-Fahrwerkseinzug

Klingt logisch, ist aber so! Dazu muss man lediglich eine Parabel fliegen. Meist reicht schon eine flache Parabel, mit der man zwischen 0-0,5 g erreichen kann, um das Gewicht des Fahrwerks um mindestens die Hälfte zu reduzieren. Wem das zu unangenehm ist oder wer gerade in der Thermik kreist, kann aber auch die zweite Alternative wählen…

Jovanas 3-Arm-Mechanismus

Hat für viele Lacher im Verein gesorgt. Ich fahre das Fahrwerk mit beiden Händen unterstützt von meinem Bein ein. Ich habe bei der Gelegenheit festgestellt, dass man auch zeitweise freihändig fliegen kann und trotzdem nicht abstürzt. Das hat mich dann so entspannt, dass ich inzwischen den Knüppel nicht mehr mit beiden Händen und aller mir verfügbaren Kraft festhalten muss. Für alle, die es sich nicht vorstellen können oder lachen möchten, ein kleines Video.